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Beschreibung:

Seit Frisch und DĂĽrrenmatt hat vielleicht kein Schweizer Schriftsteller mehr solche öffentliche Wirkung gezeitigt wie Lukas Bärfuss. Wenn Lukas Bärfuss ĂĽber die groĂźen Begriffe nachdenkt: Freiheit, LĂĽge, Raum, Zeit, “Wo bin ich hier?”, dann geschieht das nie im im luftleeren Raum der Abstraktion. Immer erzählt er Geschichten. Er ist neugierig auf die Welt, auf das Kleine und auf das GroĂźe. Vor allem wendet er den Blick auf die Menschen, auf die Beziehungen zwischen ihnen: in der Liebe, der Arbeit, der Politik, in der Kunst. “Warum schweigen die Schriftsteller?”, fragt Bärfuss fordernd. Er will sich einmischen, und er sieht sich dazu sogar in der Pflicht. Seine biographischen Erfahrungen am unteren Ende der Gesellschaft mögen den Blick geschärft haben fĂĽr Ungerechtigkeiten und fĂĽr wohlfeile Ratschläge. Er weiĂź: Die Antworten sind nicht umsonst zu haben, sie mĂĽssen in den WidersprĂĽchen gesucht werden und bleiben zwiespältig. Immer wieder spielt Bärfuss in modellhaft durch, in welches Dilemma einer geraten kann, der im moralischen Sinn richtig handeln will. Was er ĂĽber Robert Walser schreibt, gilt fĂĽr ihn selbst: “Seine Literatur fragt mich nicht, wer ich bin, was ich kann, was ich gelesen habe, oder wie groĂź mein Wissen ist. Sie fragt mich bloĂź: Bist du bereit? Willst du sehen?”

Lukas Bärfuss, geb. 1971 in Thun/Schweiz, ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatiker. Sein DebĂĽtroman “Hundert Tage” wurde fĂĽr den Deutschen und den Schweizer Buchpreis nominiert und in 14 Sprachen ĂĽbersetzt. FĂĽr seinen letzten Roman “Koala” erhielt Lukas Bärfuss den Schweizer Literaturpreis 2014. Er lebt in ZĂĽrich. Preise u. a.: – MĂĽlheimer Dramatikerpreis (2005) – Anna-Seghers-Preis (2008) – Mara-Cassens-Preis (2008) – Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2009) – Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis) (2009) – Hans-Fallada-Preis der Stadt NeumĂĽnster (2010) – Kulturpreis Berner Oberland (2011) – Berliner Literaturpreis (2013) – Solothurner Literaturpreis (2014) – Thuner Kulturpreis (2014) – Schweizer Literaturpreis (2014)

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Beschreibung:

Die Essays von Lukas Bärfuss sind ein Ereignis. Scharf beobachtet, scharf gedacht, scharf formuliert. Ob er ĂĽber groĂźe geschichtliche und politische Themen nachdenkt oder ĂĽber ganz konkrete Fragen einfacher Leute – Lukas Bärfuss ist ein Autor und Denker von europäischem Format. Er schafft es, auch komplizierte Sachverhalte so zu erzählen, dass man seine scharfsinnigen Argumentationen nachvollziehen kann, dass man sich eingeladen fĂĽhlt, an seinen Gedankengängen teilzunehmen. Mit Ăśberraschung, Staunen und immer mit Genuss und Gewinn. Sei es, wenn er ĂĽber die Schweiz spricht oder ĂĽber Erfahrungen in Afrika und SĂĽdamerika, ob er ĂĽber Autoren von Goethe, Nietzsche und Tolstoi bis Nicolas Born nachdenkt oder ĂĽber Ovid, Stendhal und Sakurai, immer erfährt man Erhellendes. Bärfuss schreibt ĂĽber Religion und Glauben, ĂĽber die Moral im Journalismus und ĂĽber das Leben eines Vertreters fĂĽr Geräteentkalker. Es zeigt sich, dass es keine kleinen oder groĂźen Fragen gibt, stets ruft der Autor die groĂźen Zusammenhänge und ethischen Dimensionen auf, macht sie sinnfällig sichtbar. Er hĂĽtet sich vor vorschnellen Antworten, und zuweilen ist die präzise Beschreibung eines Dilemmas gerade das Leistbare, das weiterbringt. Freude und Notwendigkeit können ganz nah beieinander liegen, oder auch himmelweit voneinander entfernt.

Lukas Bärfuss, geb. 1971 in Thun/Schweiz. Dramatiker und Romancier, Essayist. Seine StĂĽcke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen ĂĽbersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie fĂĽr Sprache und Dichtung und lebt in ZĂĽrich. Preise u. a.: – MĂĽlheimer Dramatikerpreis (2005) – Anna-Seghers-Preis (2008) – Mara-Cassens-Preis (2008) – Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2009) – Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis) (2009) – Hans-Fallada-Preis der Stadt NeumĂĽnster (2010) – Kulturpreis Berner Oberland (2011) – Berliner Literaturpreis (2013) – Solothurner Literaturpreis (2014) – Thuner Kulturpreis (2014) – Schweizer Buchpreis (2014) – Nicolas-Born-Preis (2015)

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Lukas Bärfuss – Koala

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Lukas Bärfuss hat einen gedanklich weit ausgreifenden Roman geschrieben, der über die Frage, warum jemand willentlich den Tod gesucht hat, zu einer anderen vordringt: Welche Gründe gibt es, sich für das Leben zu entscheiden? Ein ganz gewöhnlicher Mensch, sein ganz gewöhnliches Leben und sein ganz gewöhnliches Ende. Aber nichts an dieser Geschichte in Lukas Bärfuss` neuem Roman will uns gewöhnlich scheinen. Denn das erzählte Ende ist ein Suizid, und der ihn verübt hat, ist sein Bruder. Auch wenn die Statistik sagt, dass für die Menschen zwischen zwanzig und vierzig Jahren Suizid die zweithäufigste Todesursache überhaupt ist, hilft das niemandem in seinem individuellen Schicksal. Die Fragen, die sich unweigerlich stellen, finden nicht zu Antworten, die denen, die zurückbleiben, wirklich Trost spenden. Bärfuss spürt dem Schicksal des Bruders nach, über das er zunächst wenig weiß. Und er begegnet einem großen Schweigen. Das Thema scheint von einem großen Tabu umstellt. Und von einem Geheimnis. Warum nannten seine Freunde ihn Koala? Wie kam er zu diesem Namen? Und hat vielleicht der Name gar das Schicksal des Bruders mitbestimmt; wird ein Mensch seinem Namen ähnlich? Die Geschichte der Tierart in Australien, die heute vor der Ausrottung steht, gerät in den Blick des Autors, und so ist das Buch auch eine Natur-Geschichte über den Umgang des Menschen mit dem anderen Menschen, mit dem Tier, mit Gewalt überhaupt.

Lukas Bärfuss, geb. 1971 in Thun/Schweiz, ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatiker. Seine StĂĽcke werden weltweit gespielt. Sein ĂĽberaus erfolgreicher DebĂĽtroman “Hundert Tage” wurde fĂĽr den Deutschen und den Schweizer Buchpreis nominiert und in 17 Sprachen ĂĽbersetzt. Lukas Bärfuss lebt in ZĂĽrich. Preise u. a.: MĂĽlheimer Dramatikerpreis (2005)- Anna-Seghers-Preis (2008)- Mara-Cassens-Preis (2008)- Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2009)- Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis) (2009)- Hans-Fallada-Preis der Stadt NeumĂĽnster (2010)- Kulturpreis Berner Oberland (2011)- Berliner Literaturpreis (2013)

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Marcel Beyer – Kaltenburg

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Wer ist Kaltenburg? Ein Ornithologe und Verhaltensforscher, der nach dem Krieg in Dresden ein Forschungsinstitut aufbaut. Ein Exzentriker, der den Dienstwagen samt Stasi-Chauffeur stehen lässt und Motorrad fährt. Für Hermann Funk, der seine Eltern in der Dresdner Bombennacht verlor, wird er zum Ziehvater. Als alter Mann erinnert sich Funk: an die Gründung des Institutes und der DDR, an Kaltenburgs plötzliches Verschwinden nach dem Mauerbau, an ein möglicherweise dunkles Kapitel in dessen Vergangenheit. Vor dem Hintergrund von einem halben Jahrhundert DDR-Geschichte erzählt Marcel Beyer in seinem hochgelobten Roman meisterlich von menschlichen Lebensläufen. Joseph-Breitbach-Preis 2008

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs inKiel und Neussauf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 Magister artium mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker. Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.

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Beschreibung:

“Hass, damit das endlich klar ist, bedeutet Wahrheit – und etwas mehr Ehrlichkeit.” Niemand in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur hasst virtuoser, fundierter und zugleich liebevoller als der Schriftsteller Maxim Biller. Mit der Kolumne “100 Zeilen Hass” begann er seine Karriere als Journalist beim Magazin TEMPO, bevor er sich dann auch als Erzähler und Dramatiker einen Namen machte. Ăśber 100 Mal begab er sich zwischen 1987 und 1996 Monat fĂĽr Monat auf die Suche nach Wahrheit und Ehrlichkeit. Bis 1999 wurde die Kolumne im ZEIT-Magazin fortgesetzt, bis heute ist ihr Ruf legendär. Erstmals erscheinen hier sämtliche Texte unverändert als Buch. Jede Kolumne ist ein pointierter Indizienprozess im Dienst nur einer Sache: dem Kampf fĂĽr das Gute und gegen alles Schlechte. Mit einem Vorwort von Hans Ulrich Gumbrecht

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Zuletzt erschienen die Novelle Im Kopf von Bruno Schulz (2013) und der Roman Biografie (2016). Er ist Kolumnist der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und der ZEIT und war von Oktober 2015 bis Dezember 2016 Mitglied der Neuauflage des Literarischen Quartetts.

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Lukas Bärfuss – Hagard

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Beschreibung:

In jedem seiner Romane wagt Lukas Bärfuss sich auf neues Terrain. In “Hagard” folgt er einem Verfolger, und als Leser fĂĽhlt man sich fortwährend ganz nah an dessen Kopf. \n \nEin Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. Es bedeutet ja nichts, niemand kommt zu Schaden, und der Abstand in der Menge ist so groĂź, dass die Frau es gar nicht bemerken wird. Eher ist es eine sportliche Aufgabe, sie in der Menge nicht zu verlieren. \nIn einer knappen Stunde hat Philip ohnehin einen wichtigen Termin. Aber schon fragt er sich, ob der nicht auch zu verschieben wäre, bis zur Abendverabredung bliebe ja noch etwas Zeit. Was ihn bewegt, ist erst einmal unklar. Ist der Verfolger einfach ein gelangweilter Schnösel? Ein VerrĂĽckter? Ein Verbrecher? Er scheint selbst vor etwas zu fliehen. \nEtwas Bedrohliches liegt in der Luft, etwas Getriebenes. Ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät, je länger die Verfolgung anhält. Allen Sinneswahrnehmungen haftet etwas beunruhigend Surreales an. Die aufgerufenen Fragen ĂĽber unsere Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert gewinnen eine unabweisbare Schärfe.

Lukas Bärfuss, geb. 1971 in Thun/Schweiz. Dramatiker und Romancier, Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Zürich. \n \nPreise u. a.: \n- Mülheimer Dramatikerpreis (2005) \n- Anna-Seghers-Preis (2008) \n- Mara-Cassens-Preis (2008) \n- Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2009) \n- Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis) (2009) \n- Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster (2010) \n- Kulturpreis Berner Oberland (2011) \n- Berliner Literaturpreis (2013) \n- Solothurner Literaturpreis (2014) \n- Thuner Kulturpreis (2014) \n- Schweizer Literaturpreis (2014) \n- Nicolas-Born-Preis (2015)

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Maxim Biller – Bernsteintage

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Das Buch von der Suche nach der verlorenen Kindheit Unsere Kindheit ist das Paradies, das wir alle eines Tages verlassen mĂĽssen. Mit groĂźer Zärtlichkeit und Wehmut erzählt Maxim Biller von diesem Ort, an dem alles begann und an den wir nie zurĂĽckkehren werden. Sehnsucht durchweht diese schönen, zarten Geschichten – aber auch von verlorenen Illusionen ist in ihnen die Rede und von Hoffnungen, die nie vergehen. Da ist der achtjährige David, der den Einmarsch der russischen Panzer in seine tschechische Heimat als groĂźe, betörende Show erlebt; da ist Henry, der sich als Sohn eines jĂĽdischen Gangsters in MĂĽnchen seine heile Jugend erst erfinden muss; da ist Jossi, dessen Bruder als halbes Kind freiwillig in den Yom-Kippur-Krieg zieht und im Feuer der eigenen Leute stirbt. Sie alle wissen, dass die Zeit, die hinter ihnen liegt, fĂĽr immer vorbei ist, und trotzdem können sie nicht aufhören, in ihr zu leben. In einer ungewöhnlich fesselnden Sprache und in Bildern von filmischer Intensität zeigt Maxim Biller, wie das Spiel von Vergessen und Hoffen funktioniert und warum Kindheit und Jugend das größte Wunder sind, das ein Mensch erleben kann. Ein Buch gegen das traurige Erwachsensein.

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Von ihm sind bisher u.a. erschienen: der Roman “Die Tochter”, die Erzählbände “Wenn ich einmal reich und tot bin”, “Land der Väter und Verräter” und “Bernsteintage”. Sein Roman “Esra”, den die FAS als “kompromisslos modernes, in der Zeitgenossenschaft seiner Sprache radikales Buch” lobte, wurde gerichtlich verboten und ist deshalb zurzeit nicht lieferbar. Seine BĂĽcher wurden insgesamt in sechzehn Sprachen ĂĽbersetzt. Zuletzt erschienen sein Memoir “Der gebrauchte Jude” (2009), die Novelle “Im Kopf von Bruno Schulz” (2013) sowie der Roman “Biografie” (2016), den die SZ sein “Opus Magnum” nannte. Sein Bestseller “Sechs Koffer” stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018.

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Marcel Beyer – Flughunde

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Beschreibung:

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. FĂĽr Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschĂĽtzt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faĂźt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden. Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die FĂĽhrerstimme aufzuzeichnen. Ein Zeitsprung fĂĽhrt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Krieg untertauchen konnte, findet in seinem Plattenarchiv die Stimmen, die Gespräche von Helga und Helgas Geschwistern während ihrer letzten Tage und Nächte wieder. Auch den Kindern hat er die Stimmen – bis zum letzten Atemzug – abgelauscht.

“Der Roman Flughunde macht das Dritte Reich als Medien-Phänomen, als eine Erscheinungsform der akustischen Propaganda und Massensuggestion, zu seinem Thema, personifiziert in der sinistren Gestalt eines Akustikers … Karnau, das Horch-Ungeheuer, ist der fĂĽrchterlichste Roman-Unhold, seit Patrick SĂĽskind in seinem Roman Das Parfum das Geruchsmonster GrĂ©nouille erfand, das die Menschen experimentell umbrachte, um ihnen die GerĂĽche zu rauben.” Sigrid Löffler

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs inKiel und Neussauf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 Magister artium mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker. Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.

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Beschreibung:

“Ein deutscher Philip Roth.” Michael Wise in der Jerusalem Post “Ich mag keine Gedichte, sie sind mir fremd, und ich verstehe auch nichts von bisexuellen russischen Poetessen ä la Marina Zwetajewa. Ich lebe jetzt anderswo, doch meine Eltern wohnen nach wie vor in dem alten BĂĽrgerhaus am Hamburger Rotherbaum, wo wir 1974 auf unserem Weg von Moskau ĂĽber Wien, Israel und New York schlieĂźlich untergekommen waren, zufrieden ĂĽber jene lebensnotwendige Portion materieller Sicherheit, die Deutschland uns bot.” Mit beiĂźendem Sarkasmus, Witz und oft auch liebevoller Zuneigung fĂĽhrt Maxim Biller die Figuren seiner Welt vor: Die Ăśberlebenden des Holocaust, ihre Kinder und Enkel, vereinsamte Alte, verfolgungs- und größenwahnbesessene Kulturkosmopoliten, Intellektuelle und Geschäftsleute, vor allem die JĂĽngeren unter ihnen zwischen Aufbegehren gegen die eigenen Eltern, dem Kampf gegen aufrichtige Antisemiten und heuchlerische Philosemiten und der Suche nach der eigenen jĂĽdischen Identität.

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Von ihm sind bisher u.a. erschienen: der Roman “Die Tochter”, die Erzählbände “Wenn ich einmal reich und tot bin”, “Land der Väter und Verräter” und “Bernsteintage”. Sein Roman “Esra”, den die FAS als “kompromisslos modernes, in der Zeitgenossenschaft seiner Sprache radikales Buch” lobte, wurde gerichtlich verboten und ist deshalb zurzeit nicht lieferbar. Seine BĂĽcher wurden insgesamt in sechzehn Sprachen ĂĽbersetzt. Zuletzt erschienen sein Memoir “Der gebrauchte Jude” (2009), die Novelle “Im Kopf von Bruno Schulz” (2013) sowie der Roman “Biografie” (2016), den die SZ sein “Opus Magnum” nannte. Sein Bestseller “Sechs Koffer” stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018.

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Beschreibung:

Keith Jarrett ist einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, ein Jazz-Visionär und herausragender Interpret des klassischen Kanons und ein Meister der Improvisation. Sein legendäres Köln-Konzert von 1975 ist immer noch das meistverkaufte Solo-Jazz-Album aller Zeiten. Wolfgang Sandner kennt Jarrett seit vielen Jahren. Als Gast in seinem Haus hatte er die seltene Gelegenheit, den Mann hinter der Musik durch viele lange Gespräche kennenzulernen. Ăśber Jarretts Biographie ist bisher wenig bekannt. In diesem bemerkenswert gut recherchierten, klugen und dennoch sensiblen Buch greift Sandner die Fäden aus Jarretts Kindheit auf, als er als Wunderkind gefeiert wurde, und erzählt, wie er sich musikalisch beim Spielen mit Größen wie Chet Baker, Charles Lloyd und Miles Davis wiedergefunden hat und wie er entwickelte sein herausragendes Talent. Sandner enthĂĽllt, was Jarretts Leben und musikalische Werke geprägt und inspiriert hat – und welche Dämonen Jarrett während seiner langen und glänzenden Karriere zu kämpfen hatte.

Wolfgang Sandner, geboren 1942, studierte Musik und Neuere Geschichte. Er war Executive Producer des Plattenlabels Wergo, bevor er 1981 zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung wechselte, wo er fast drei Jahrzehnte als Musikredakteur arbeitete. Er ist Professor an der Universität Marburg und hat Porträts von so unterschiedlichen Künstlern wie Richard Wagner, Frank Zappa und Keith Jarrett verfasst.

“Ein Muss fĂĽr alle Jazzfans!” (Spiegel Online)

„Tatsächlich gibt es nicht viele Autoren, die wie Sandner auf Deutsch schreiben können: analytisch klug und gleichzeitig an Orten poetisch. Er zeigt ein transatlantisches Panorama der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zeigt Jarrett – geboren am historisch symbolischen 8. Mai 1945 – als Wanderer zwischen amerikanischem Jazz und europäischem Klassiker. “(Rolling Stone)

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