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Bastian Bansemer – Paragraf 63 – Befund

3,9 MB – epub, mobi, azw3

Beschreibung:

Jemand fotografiert sie im Schlaf. Jemand zählt die Striche in ihrem Kissen. Und jeden Morgen um sechs lächelt ihr ein Mann gegenüber, der die Antwort schon kennt.
Mara Lenz weiß jetzt, wo sie ist. Station 7. Eingesperrt nach § 63, ohne Entlassungsdatum, wegen eines Feuers, das einen Menschen getötet hat.
Sie glaubt, das Schlimmste liegt hinter ihr.
Sie irrt sich.
Jeden Morgen um sechs schiebt Dr. Albrecht ihr eine Tasse Tee hin und fragt, ob sie gut geschlafen hat. Jeden Morgen sagt sie Ja.
Dann steckt ihr eine alte Frau ein Foto zu. Aufgenommen um 03:10 Uhr. Mit Blitz. Aus einer Handbreit Entfernung. Darauf liegt Mara in ihrem Bett und schläft.
Unter einer Matratze findet sie Briefe in ihrer eigenen Handschrift. Sie hat keinen davon je geschrieben. Einer ist ein Geständnis:
Ich hab es getan.
In ihrem Kissen sind Striche, an die sie sich nicht erinnert. Und über Nacht wird es einer mehr.
Mara beginnt zu begreifen, dass sie diesen Kampf nicht zum ersten Mal kämpft. Dass ihre Erinnerungen nicht ihr gehören. Und dass ihr eigener Kopf der gefährlichste Ort auf Station 7 ist.
Wie entkommt man einem Gefängnis, wenn man jeden Morgen vergisst, dass man darin sitzt?

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