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Beschreibung:

Kein anderer antiker Mythos hat Goethe so kontinuierlich beschäftigt wie der des Prometheus. An keinem hat er sich poetisch so oft versucht, an keinem ist er so oft gescheitert. Der »mythologische Punct, wo Prometheus auftritt, [war] mir immer gegenwärtig und zur belebten Fixidee geworden«, schreibt er in den Tag- und Jahresheften 1807 im Rückblick auf seine Prometheus-Dichtungen, deren Bogen sich von dem dramatischen Fragment Prometheus und der gleichnamigen Hymne der Sturm und Drang-Periode über das um 1795 geplante, aber schon nach wenigen Versen aufgegebene Drama Der befreite Prometheus bis zu dem 1807/08 entstandenen, ebenfalls unvollendet gebliebenen Pandora-Festspiel spannt. Von dem Prometheus-Drama, das den Auftakt zu dieser in Goethes Werk einzigartigen Dichtungsfolge bildet, ist erstmals Mitte Juli 1773 in einem Brief an Johann Georg Christian Kestner die Rede, in dem Goethe die eigene Arbeit an dem Drama und die Arbeit seines Protagonisten metaphorisch ineinander blendet.

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Stefan Zweig – Maria Stuart

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Beschreibung:

Sie war Königin von Schottland und Frankreich und hatte Anspruch auf den Thron von England – doch Elizabeth I. lieĂź Maria Stuart (1542-1587) jahrelang inhaftieren und schlieĂźlich hinrichten, um ihre Macht zu wahren. Das Leben der Maria Stuart war geprägt von Intrigen, Verschwörungen und politischen Ränkespielen, denen sie am Ende zum Opfer fiel. Stefan Zweig zeichnet ein Porträt einer Frau, deren Leben bis heute Anlass zu Spekulationen, Verklärung und Mystifizierung gibt.

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petropolis bei Rio de Janeiro. Bis 1904 Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik in Berlin und Wien. Reisen in Europa, nach Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika. 1917/18 als Kriegsgegner in ZĂĽrich u. a. mit Hermann Hesse, James Joyce, Annette Kolb. Freundschaft mit Émile Verhaeren und Romain Rolland. 1919-34 zumeist in Salzburg. 1928 RuĂźlandreise. Ab 1935 häufige Aufenthalte in England. 1938 Emigration dorthin. 1940/41 erst New York, dann Petropolis in Brasilien. 1942 Selbstmord. “Er war in seiner Zeit weltweit einer der berĂĽhmtesten und populärsten deutschsprachigen Schriftsteller. Seine unter dem EinfluĂź Sigmund Freuds entstandenen Novellen zeichnen sich durch geschickte Milieuschilderungen und einfĂĽhlsame psychologische Porträts aus, in denen die dezente, doch unmiĂźverständliche Darstellung sexueller Motive auffällt. Seine romanhaften Biographien akzentuieren die menschlichen Schwächen der groĂźen historischen Persönlichkeiten.” Marcel Reich-Ranicki

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Beschreibung:

Wer war Gerhard Fritsch? Einer der bedeutendsten österreichischen Autoren der Nachkriegszeit, in einem Atemzug zu nennen mit Hans Lebert oder Thomas Bernhard? Ein reger Literaturfunktionär, der als Rezensent, Herausgeber, Lektor und Mitglied zahlreicher Jurys den Betrieb seiner Zeit maĂźgeblich beeinflusste? Ein Getriebener, der dreimal verheiratet und Vater von vier Kindern war und sich schlieĂźlich in Frauenkleidern erhängte? Der frĂĽh verstorbene Autor von “Moos auf den Steinen” und “Fasching” war all das und noch mehr: Seine TagebĂĽcher gewähren uns erstmals Einblick in Schaffenskrisen, Höhenflüge und private Travestieträume. Vor allem aber zeigen sie uns Gerhard Fritsch als unermĂĽdlich Schreibenden und ermöglichen eine völlig neue LektĂĽre seines Werks.

Gerhard Fritsch,geboren 1924 in Wien, gestorben 1969 in Wien. Nach der RĂĽckkehr aus dem Zweiten Weltkrieg studierte er Geschichte und Germanistik. Verlagslektor, Bibliothekar, ab 1958 freier Schriftsteller und Literaturkritiker. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und veröffentlichte mehrere Gedichtbände sowie die Romane “Moos auf den Steinen” (1956) und “Fasching” (1967), postum erschien “Katzenmusik” (Residenz, 1974). Klaus Kastberger, geboren 1963 in Gmunden, studierte Germanistik und Geschichte in Wien. 1996-2015 arbeitete er am Literaturarchiv der Ă–NB, seit 2015 Professor fĂĽr neuere deutschsprachige Literatur am Franz-Nabl-Institut sowie Leiter des Literaturhauses Graz. Klaus Kastberger ist derzeit Mitglied der Jury des Bachmann-Preises. Stefan Alker-Windbichler, geboren 1980 in Wien, studierte Germanistik, Publizistik und Theaterwissenschaft und ist Leiter der Fachbereichsbibliothek Germanistik, Nederlandistik und Skandinavistik der Universität Wien. Er hat ausfĂĽhrlich zu Gerhard Fritsch geforscht und publiziert.

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Beschreibung:

Jedes Jahr am 14. Juli soll Georg Wilhelm Friedrich Hegel ein Glas Champagner auf den Beginn der Französischen Revolution getrunken haben. Diese Revolution war das sein Leben und Denken prägende Ereignis. Das Grundmotiv der Freiheit durchzieht den gesamten Denk- und Lebensweg des bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts. Zu Hegels 250. Geburtstag erscheint die erste umfassende deutschsprachige Biographie dieses Meisterdenkers seit 175 Jahren. Nach Kindheit und Jugend in Stuttgart und Studium im benachbarten TĂĽbingen ging der junge Philosoph zunächst als Hofmeister nach Bern und nach Frankfurt am Main. Die akademische Laufbahn begann mit einer Privatdozentur in Jena, wo Hegel eng mit dem einstigen TĂĽbinger Kommilitonen Schelling zusammenarbeitete. Erst nach zwei Stationen in Franken ereilte ihn der Ruf nach Heidelberg. 1818 schlieĂźlich wurde Hegel Nachfolger auf dem Lehrstuhl von Johann Gottlieb Fichte im königlich-preuĂźischen “Mittelpunkt” Berlin, wo er zum herausragenden Philosophen des Zeitalters aufstieg. Der in Jena lehrende Philosoph Klaus Vieweg zeichnet in dieser Leben und Werk Hegels gleichermaĂźen wĂĽrdigenden groĂźen Biographie ein neues Bild des bedeutendsten Vertreters des deutschen Idealismus.

Klaus Vieweg ist Professor für klassische deutsche Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und einer der international führenden Hegel-Experten.

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Beschreibung:

London, 1741. Gesundheitlich am Ende, finanziell ruiniert und trotz frĂĽherer Erfolge vereinsamt, fristet Georg Friedrich Händel sein Leben in tiefer Verzweiflung. Die Quelle, aus der sein musikalisches Schaffen hervorging, scheint versiegt zu sein. Doch da fällt ein Manuskript in seine Hände, das ihn merkwĂĽrdig berĂĽhrt. Neue Kraft durchströmt ihn und schlieĂźlich bricht die Musik aus ihm heraus, die ihn und sein Werk unsterblich machen werden: “Der Messias”. Stefan Zweigs bewegende Erzählung ĂĽber die Entstehung des “Messias” ist voller Hoffnung und Leidenschaft, beseelt vom Glauben an eine schöpferische Kraft, die stärker ist als der Tod. Mit dem vollständigen Libretto des “Messias”.

Stefan Zweig, geboren 1881 in Wien, war ein leidenschaftlicher Kämpfer für den Frieden. Wovon er schreibt, gründet in seiner Sehnsucht nach Freundschaft zwischen den Menschen und Völkern. Die Sehnsucht bleibt unerfüllt. Seine Werke wurden von den Nazis verbrannt. Nach einigen Jahren in London zieht es ihn nach Brasilien, wo er sich 1942 das Leben nimmt

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Kein anderer antiker Mythos hat Goethe so kontinuierlich beschäftigt wie der des Prometheus. An keinem hat er sich poetisch so oft versucht, an keinem ist er so oft gescheitert. Der »mythologische Punct, wo Prometheus auftritt, [war] mir immer gegenwärtig und zur belebten Fixidee geworden«, schreibt er in den Tag- und Jahresheften 1807 im Rückblick auf seine Prometheus-Dichtungen, deren Bogen sich von dem dramatischen Fragment Prometheus und der gleichnamigen Hymne der Sturm und Drang-Periode über das um 1795 geplante, aber schon nach wenigen Versen aufgegebene Drama Der befreite Prometheus bis zu dem 1807/08 entstandenen, ebenfalls unvollendet gebliebenen Pandora-Festspiel spannt. Von dem Prometheus-Drama, das den Auftakt zu dieser in Goethes Werk einzigartigen Dichtungsfolge bildet, ist erstmals Mitte Juli 1773 in einem Brief an Johann Georg Christian Kestner die Rede, in dem Goethe die eigene Arbeit an dem Drama und die Arbeit seines Protagonisten metaphorisch ineinander blendet.

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Beschreibung:

Christine Nöstlinger erzählt – jedoch nicht ĂĽber den grantigen Gurkenkönig oder den Franz, der aussieht wie ein Mädchen. Hier geht es um ihr eigenes Leben: Wie sie als Kind den Krieg im Bombenkeller ĂĽberlebt. Wie sie ihre erste Beichte mit einer LĂĽge beginnt. Wie sie ĂĽber einen Tretroller die wahre Natur des Menschen kennenlernt. Wie sie im Tanzkurs den geliehenen BH verliert und sich als Kunststudentin in Herrenrunden behauptet. Die groĂźe Kinderbuchautorin, Journalistin, Lyrikerin und Schriftstellerin erzählt von Ehen, Töchtern und Affären. Von ihren Erfolgen, von wĂĽtenden Lehrerattacken und aberwitzigen Political-Correctness-Sheriffs. Und auch davon, ob es erstrebenswert ist, in WĂĽrde zu altern.

Christine Nöstlinger 1936 in Wien geboren, lebt als freie Schriftstellerin in Wien und im Waldviertel. Ihre Kinderund JugendbĂĽcher sind weltweit bekannt. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Andersen-Award,Astrid-Lindgren-Preis, Corine 2011.Doris Priesching 1967 geboren, Studium der Publizistik, Politikwissenschaft, Germanistik. Seit 1990 bei derTageszeitung “Der Standard”. Zahlreiche Publikationen zu TV-Themen, zuletzt die Autobiografievon Erni Mangold: “Lassen Sie mich in Ruhe”.

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Beschreibung:

Erstmals erscheinen in ungekürzter Form und mit Originaldokumenten jene Aufzeichnungen, die Karl Ignaz Hennetmair Tag für Tag von all dem machte, was er mit Thomas Bernhard sprach und erlebte. 1972 beschloß der Realitätenhändler Karl Ignaz Hennetmair, ein Freund und Nachbar von Thomas Bernhard, über die Vorfälle und Gespräche dieses Jahres ein Tagebuch zu führen, und schuf damit ein Dokument von unschätzbarem Wert für alle Bernhard-Verehrer.

Auch seine Feinde wären weiland gut bedient gewesen, denn die Mitschrift zeigt so manche dunkle Seite des Meisters, aber wo gibt es sie denn heute noch, die Bernhard-Hasser? Der Dichter hat naturgemäß seine Schwierigkeiten mit der AuĂźenwelt, zunächst nimmt sie ihn nicht wahr, doch mit wachsendem Ruhm beginnt sie ihn zu bedrängen, tritt ihm näher, als ihm lieb ist, und manchmal hat sie die Neigung, ihn – der nur seine Literatur im Kopf hat – schlicht und einfach fĂĽr dumm zu verkaufen.

Um all dem zu begegnen, hatte Bernhard Hennetmair. Der vermittelte ihm nicht nur seine Realitäten, seine Häuser und Wälder, und verschaffte ihm die notwendigen, möglichst gĂĽnstigen Verträge, sondern stellte sich auch zwischen den Dichter und die Realität im Sinne des zu bewältigenden Alltags. Er kĂĽmmerte sich um den kaputten Fernseher ebenso wie um den SeelenmĂĽll, fungierte als Deponie und Wiederaufbereitungsanlage. Stets hielt er Bernhard unerwĂĽnschte Besucher vom Leib und empfing ihn selbst im Kreise seiner Familie als Gast. Da wurde dann geplaudert, gescherzt und die halbe Welt ausgerichtet. Und später zog sich Hennetmair in sein Kämmerlein zurĂĽck und notierte. Und wir – neugierig, wie wir sind – lesen

Karl Ignaz Hennetmair, geboren 1920 in Linz, lebt in Ohlsdorf. Er war Handelsreisender, Ferkelgroßhändler und Immobilienmakler.

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Beschreibung:

Die zuverlässige Wiederkehr der Jahreszeiten ist für Goethe ein wichtiger Faktor der Stabilität. In persönlichen Texten wie dem Brief oder dem Tagebuch, in autobiographischen Erzählwerken, aber auch in der Lyrik und den Romanen spielen die Jahreszeiten eine höchst erstaunliche Rolle. Der Herbst ist für ihn die Jahreszeit der Reisen, manchmal des Schreibens, nicht selten des Weines, aber natürlich auch der reifenden Natur gewesen, die er in seiner Jugend, in Weimar oder in Italien jeweils anders erlebt hat. Zuletzt ist der Herbst des Alters für den Menschen und den Naturforscher Goethe ein Thema gewesen.

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Beschreibung:

Thomas Bernhard und die Öffentlichkeit: kaum eine Äußerung, auf die nicht ein Skandal folgte. Diese Auswahl enthält Bernhards wichtigste journalistische Arbeiten, Leserbriefe, öffentliche Erklärungen und folgenreiche Interviews, die zum überwiegenden Teil noch nie in Buchform erschienen sind. Wenn Thomas Bernhard sich öffentlich äußert, drängt sich der Eindruck auf, er verhalte sich genauso wie die Hauptpersonen in seinen Romanen und Theaterstücken: Da wird die Welt zum Katastrophenroman und zum sinnlosen Schauspiel, in dem Bornierte und Böswillige, Nichtwisser und Nichtkönner agieren, die es in gerechtem Zorn und kunstvoller Übertreibung anzuklagen und zu verurteilen gilt. Deshalb konnte es nicht ausbleiben, daß Bernhards Interventionen ständig von Skandalen begleitet wurden.

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