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Beschreibung:
Manche Fehler sind kein Versehen. Manche sind ein Name.
Judith Halbach, eine der wenigen hauptberuflichen Provenienzforscherinnen Deutschlands, stößt bei der Untersuchung eines Schädels auf eine winzige Unregelmäßigkeit – und erhält kurz darauf eine mysteriöse Nachricht aus Florenz: Die Milz liegt falsch.
In der berühmten Sammlung La Specola entdeckt sie in einer der legendären Wachsmodelle des 18. Jahrhunderts eine verborgene Kammer. Darin liegt eine halbe Perle aus dem Fingerknochen eines Kindes. Ein Erkennungszeichen. Ein stummer Schrei über zweihundert Jahre hinweg.
Was als wissenschaftliche Anomalie beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum: Jemand hat seit dem späten 18. Jahrhundert systematisch Findelkinder ihrer Namen beraubt, sie in Wachs eingeschlossen und ihre Identität ausgelöscht. Und diese Praxis ist nie wirklich beendet worden.
Zwischen den prachtvollen Sälen von La Specola, den dunklen Archiven des Wiener Josephinums und einer Werkstatt in Wien jagt Judith Halbach nicht nur einen hochintelligenten Täter, sondern eine Frage, die sie selbst bis ins Mark erschüttert: Was schulden wir den Toten – und wie weit darf die Wissenschaft gehen, um sie zu vergessen?


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