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Beschreibung:
Deutschland 1944
„Heute ist mein großer Tag, der Höhepunkt meines bisherigen Lebens. Ich werde erstmals als Solistin auf der Bühne stehen und die Arie der Angelina singen. Heute zählt nur meine Stimme. Das Publikum weiß nicht, dass ich Halbjüdin bin. Niemand fragt nach Herkunft oder Blut.”
Lea Weinberg ist dreizehn Jahre alt, als Hass und Gewalt der Nationalsozialisten in der „Endlösung der Judenfrage” eskalieren und ihre Kindheit jäh zerstört wird. Noch am Tag ihres Auftritts wird sie gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Anne deportiert. Ziel ist das Frauenlager Weimar-Schöndorf.
Selbst noch ein Kind, droht Lea zwischen Hunger, Kälte, Verlust, der bestialischen Willkür der SS-Aufseherinnen und ständiger Todesgefahr zu zerbrechen. Nur der Gedanke an Anne, für die sie nun die Verantwortung trägt, hält sie aufrecht.
Als ihre Schwester unfreiwillig zur Hoffnungsträgerin der Lagerinsassinnen wird und damit ins Visier der Oberaufseherin gerät, gelingt es Lea mit der Hilfe mutiger Frauen, Anne vorübergehend zu verstecken. Um ihr die Angst zu nehmen und den Albtraum für sie erträglich zu machen, erschafft Lea eine Illusion: Das Lager wird zur Bühne, das Geschehen zu einem Opernstück, in dem Anne bestehen muss, um die Hauptrolle zu bekommen. Doch je näher die Befreiung rückt, desto fragiler wird dieses Lügengerüst. Denn ausgerechnet die verhasste Aufseherin Irma Helbig ist ihnen auf der Spur.


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