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Niklas Luhmann – Organisation und Entscheidung

56,39 MB – pdf

Beschreibung:

Organisationen verdienen mehr Aufmerksamkeit, als sie bisher finden, und vor allem: Aufmerksamkeit in anderer Weise. Dies zu behaupten, mag gewagt erscheinen angesichts der vielfältigen Art, in der Organisationen in den Kommunikationen des täglichen Lebens und in den zuständigen Wissenschaften zum Thema werden. Aber vielleicht ist gerade dies ein Grund, die Aufmerksamkeit fĂĽr Organisation (und wir wechseln vom Plural zum Singular) stärker zu konzentrieren. In theoretischer Perspektive gilt das angesichts der Tatsache, dass die Frage nach dem Wesen von Organisation{wie typisch bei Wesensfragen, bei Was-Fragen schlechthin) unergiebig ge*orden zu sein scheint. Aber auch in praktisch-politischer Hinsicht könnte es wichtig sein, ein anderes Verständnis von Organisation voraussetzen zu 1;önnen. Gerade weil Organisationen (wieder Plural!) fĂĽr die moderne Gesellschaft, ja fĂĽr das modemen Leben so wichtig und so unentbehrlich geworden sind, könnte es wichtig sein, ihre “Eigenlogik” besser begreifen zu können. Gerade wenn die Femdetermination -sei es durch EigentĂĽmer oder sonstige “Herrschaften”, sei es durch liberale oder sozialistische Ideologien, sei es durch ihrerseits organisierte Interessenvertretungen – zunehmend fragwĂĽrdig wird, könnte es wichtig werden, Organisationen mit einem elbstverständnis auszustatten, das es ihnen ermöglicht, ihre eigene Sache selbst zu verantworten. Es wird von Dezentralisierung gesprochen, es wird mehr Flexibilität verlangt – etwa fĂĽr die Regulierung von Arbeitszeiten oder fĂĽr das Abflachen der Hierarchien oder fĂĽr das Herausstreichen von Entbehrlichem. Aber auch Schlagwortmoden des Beratergewerbes gehören vielleicht zu den bereits genannten externen Faktoren, die von der fĂĽr sie zu komplexen Frage absehen, ob nicht die Einzelorganisation am besten selbst herausfinden kann, wie sie am besten zurechtkommt. Wenn “Partizipation” praktiziert wird, ist das heute nicht mehr ein Pathoswort, das den Weg zeigen soll, wie man Mensch wird oder Menschen als Menschen behandelt; sondern es geht darum, auf welche Weise man die bestmöglichen Resultate erzielt.

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