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Beschreibung:
Der deutsche Mittelstand und die Schuld: eine Familiengeschichte als Fallstudie
Ein Selfmademan aus der Provinz sieht das NS-Regime als Weg zum Erfolg. Eine Zementwarenfabrik, ein Weingut sind im Besitz der Familie. Schon bald beteiligt sich das Familienunternehmen am Bau des Westwalls und errichtet auf dem FirmengelĂ€nde ein Lager fĂŒr Zwangsarbeiter, wĂ€hrend das Weingut die Wachmannschaften des KZ Sachsenhausen mit rheinhessischem Wein beliefert: GeschĂ€fte, die nur möglich sind durch enge persönliche Verbindungen und Seilschaften, vor Ort und bis in die NS-FĂŒhrungsriege. In diesem System werden die fĂŒnf Kinder des Patriarchen auf ihre je eigene Art zu TĂ€tern und zu Opfern.
Die Autorin ist die Urenkelin des FirmengrĂŒnders. Sie geht einem wachsenden Unbehagen nach, sucht in den Archiven nach Belegen fĂŒr das lang VerdrĂ€ngte â und wird fĂŒndig. So erzĂ€hlt Christina Strunck nicht nur die Geschichte ihrer Familie, sondern auch die Mikrogeschichte einer Gemeinde. Zugleich leuchtet sie mit ihrer Fallstudie ein noch immer unterbelichtetes Thema aus: die Rolle des deutschen Mittelstands im «Dritten Reich».


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