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Beschreibung:
Rita Hinkelmann, am 2.4.1935 in eine jĂĽdische Familie hineingeboren, wuchs unter dem Vorzeichen einer zunehmenden Ausgrenzung der jĂĽdischen MitbĂĽrger auf. Sie erlebte Hass und Erniedrigung ohne den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Bei einigen ihrer geschilderten Erlebnisse staunt man, dass es ihr so gut gelungen ist. Einzig die unbelehrbaren Nazis der Nachkriegszeit brachten sie manchmal “zur WeiĂźglut”. Das zeigte sich beispielsweise Anfang der 60er Jahre, als ihre Familie an das andere Ende der StraĂźe zog, in der sie einen GroĂźteil ihrer Kindheit verbrachte. Sie “Schnappte” sich ihren Sohn und zog mit ihm durch die StraĂźe und zeigte auf zwei, drei Frauen und sagte: “Die musst du nicht grĂĽĂźen, das war eine Nazitante”. Das war deshalb sehr bemerkenswert, weil auf das GrĂĽĂźen im Haus und der unmittelbaren Nachbarschaft sehr viel Wert gelegt wurde.Rita beschreibt keine groĂźen Quälereien oder Grausamkeiten der Nazis, sondern den ganz “normalen” Wahnsinn dieser Zeit. Als empfindsames Kind beschreibt sie vollem die Passivität , GleichgĂĽltigkeit und auch den vorauseilenden Gehorsam einiger Erwachsener, was leider sich bis heute nicht anders geworden ist. Der Text belegt auĂźerdem wie assimiliert die Familie war. Man feierte z.B. “Chaweihnuchka”, also das jĂĽdische Chanukka und auch das christliche Weihnachtsfest. Nach dem Krieg war die Familie auf drei jĂĽdische Ăśberlebende der Shoa reduziert, ihre Mutter, deren Bruder und sie selbst. Der Vater wurde in das 999er-Strafbatallion gesteckt, kam herzkrank zurĂĽck. So versuchte man- meist erfolgreich- sich ein neues Leben im Nachkriegsdeutschland aufzubauen.











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