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Rita Hinkelmann – Ritas kleine,böse Welt – Eine jüdische Kindheit im Berliner Prenzlauer Berg 1935-1945

16,6 MB – epub, mobi, azw3

Beschreibung:

Rita Hinkelmann, am 2.4.1935 in eine jüdische Familie hineingeboren, wuchs unter dem Vorzeichen einer zunehmenden Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger auf. Sie erlebte Hass und Erniedrigung ohne den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Bei einigen ihrer geschilderten Erlebnisse staunt man, dass es ihr so gut gelungen ist. Einzig die unbelehrbaren Nazis der Nachkriegszeit brachten sie manchmal “zur Weißglut”. Das zeigte sich beispielsweise Anfang der 60er Jahre, als ihre Familie an das andere Ende der Straße zog, in der sie einen Großteil ihrer Kindheit verbrachte. Sie “Schnappte” sich ihren Sohn und zog mit ihm durch die Straße und zeigte auf zwei, drei Frauen und sagte: “Die musst du nicht grüßen, das war eine Nazitante”. Das war deshalb sehr bemerkenswert, weil auf das Grüßen im Haus und der unmittelbaren Nachbarschaft sehr viel Wert gelegt wurde.Rita beschreibt keine großen Quälereien oder Grausamkeiten der Nazis, sondern den ganz “normalen” Wahnsinn dieser Zeit. Als empfindsames Kind beschreibt sie vollem die Passivität , Gleichgültigkeit und auch den vorauseilenden Gehorsam einiger Erwachsener, was leider sich bis heute nicht anders geworden ist. Der Text belegt außerdem wie assimiliert die Familie war. Man feierte z.B. “Chaweihnuchka”, also das jüdische Chanukka und auch das christliche Weihnachtsfest. Nach dem Krieg war die Familie auf drei jüdische Überlebende der Shoa reduziert, ihre Mutter, deren Bruder und sie selbst. Der Vater wurde in das 999er-Strafbatallion gesteckt, kam herzkrank zurück. So versuchte man- meist erfolgreich- sich ein neues Leben im Nachkriegsdeutschland aufzubauen.

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